journal‎ > ‎

Byung-Chul Han:

veröffentlicht um 02.04.2013, 11:05 von G. Hacker   [ aktualisiert: 04.04.2013, 02:09 ]
Im Zuge der allgemeinen Beschleunigung und Hyperaktivität verlernen wir auch die Wut.    Die Wut hat eine besondere Temporalität, die sich mit der allgemeinen Beschleunigung und Hyperaktivität nicht verträgt. Diese lässt keine temporale Weite zu. Die Zukunft verkürzt sich zur verlängerten Gegenwart. Ihr fehlt jede Negativität, die den Blick auf das Andere zuließe........... Die Wut ist ein Vermögen, das in der Lage ist, einen Zustand zu unterbrechen und einen neuen Zustand beginnen zu lassen. Sie weicht heute immer mehr der Ärgernis oder dem Angenervtsein, das keine einschneidende Veränderung zu bewirken vermag.
Aus Müdigkeitsgesellschaft 
Comments